Kolonisierung anderer Planeten – Höhe- oder Tiefpunkt der Menschheit?

Am Anfang der Zivilisation haben die Stämme andere Territorien erobert, weil ihre Vorräte knapp und die fruchtbaren Gelände aufgebraucht wurden. Im 19. Jahrhundert kolonisierte man andere Länder, um seine Übermacht zu zeigen. Werden wir am Ende zu unseren Anfängen zurückkehren und andere Planeten zu kolonisieren versuchen, weil wir alle Ressourcen auf der Erde aufgebraucht und den Planeten in einen unbewohnbaren Ort gemacht verwandelt haben? Und welchen Planeten erobern wir dann zuerst?

Bedingungen auf der Erde

Im 20. Jahrhundert bewunderte man die rasanten Entwicklungen in Bereichen der Technologie und der Wissenschaft. Auch heute spricht man von den neusten Erfindungen, die unseren Horizont immer weiter treiben, meistens mit Begeisterung – werden sie uns aber zu unserem Ende führen? Die Kehrseite der Medaille ist nämlich, das wir folglich im 21. Jahrhundert mit etlichen Nebenerscheinungen zu tun haben, mit denen wir nicht gerechnet haben, wie z. B. Klimawandel, immer mehr fortgeschrittene Krankheiten und Epidemien, Überbevölkerung. Aufgrund unserer eigenen Erfindungen und angeblichen Fortschritten könnten wir unseren Planeten bald unbewohnbar machen, und zwar schneller, als man es sich vorstellt.

Der Astrophysiker Stephen Hawking sah nämlich voraus, dass unser Planet innerhalb der nächsten 100 Jahre eine solche Katastrophe erleben würde, welche das Leben auf der Erde in Gefahr bringen wird. Wenn wir überleben wollen, müssten wir daher einen anderen Planeten besiedeln.

Wie realistisch ist die Kolonisierung des Weltraums?

Weil die Erde der einzige bewohnbare Planet ist, müssten wir mit der Idee aufkommen, die anderen, lebensfeindlichen Planeten wie Venus, Mars oder Jupiter zu kolonisieren. Dazu müssten zuerst künstliche Welten, die sogenannten Habitate, auf der Erde gebaut werden, die dann auf die zu kolonisierenden Planeten geschickt werden, damit dort menschenfreundliche Kolonien gegründet werden können. Diesen Prozess bezeichnet man als Terraforming.

Um zu diesen Planeten zu gelangen müsste man zuerst orbitale Stationen in der eigenen Orbit aufbauen. Diesen ersten Schritt haben wir schon hinter uns – zwei solche Stationen wurden schon gebaut, nämlich die Internationale Raumstation und Chinas Pendant Tiangong. Überdies liefert die Internationale Raumstation klare Beweise, dass das menschliche Leben in einer niedrigen Erdorbit möglich ist. In unserem Sonnensystem kommen in Frage nur drei erdähnliche Planeten, nämlich Venus, Merkur und Mars. Wie lange die Organisation und die Reise zu diesen Planeten selbst dauern würde, bleibt allerdings eine Frage.

„Was heute als Science-Fiction-Roman begonnen wird, wird morgen als Reportage beendet“ hat einmal der Science-Fiction Autor Arthur C. Clarke geschrieben. Und was uns die Zukunft bringt, das können wir nur noch ahnen.

 

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